Mexiko
Der Staat Mexiko, der geographisch betrachtet zu Nordamerika gehört, ist einer der höher entwickelten Staaten Lateinamerikas. Allerdings bestehen auch in diesem Land starke regionale und soziale Unterschiede.
Die Hauptstadt des Landes, Mexiko-Stadt, ist mit ca. 27 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Erde und gleichzeitig das bedeutendste Ballungszentrum Mexikos. Hier leben mehr als ein Viertel aller Mexikaner. Mexiko-Stadt stellt das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes dar.
Mexiko erklärte 1821 die Unabhängigkeit von Spanien. Spanisch ist seitdem die Amtssprache des Landes. Besonders in den südlichen Bundesstaaten, wie beispielsweise Chiapas, werden jedoch noch zahlreiche indigene Sprachen, wie Nahuatl und Maya gesprochen.
Durch die geographische Nähe zu den USA hat Mexiko nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, durch das Freihandelsabkommen NAFTA, ein ausgeprägtes Verhältnis zu seinem nördlichen Nachbarn.
Als am 01.01.1994 das Freihandelsabkommen in Kraft trat, trat auch die Guerillaorganisation EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional, auf Deutsch "Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung") erstmals mit einem bewaffneten Aufstand öffentlich in Erscheinung. Die Organisation setzt sich in Chiapas mit politischen Mitteln für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein und kämpft generell gegen die neoliberale Politik. Seit August 2003 setzt die Organisation in Teilen des Bundesstaates eine de-Facto-Autonomie um.
Momentan ist Vicente Fox Quesada Präsident Mexikos. Im April 2006 stehen jedoch Neuwahlen an.
